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TEAM AWESOME 93 – 96 UND TROTZDEM EIN TEAM WJA     (von Martina Kanler)

TEAM  AWESOME

 

93 – 96 UND TROTZDEM EIN TEAM

 

WJA

 

Nach einer überragenden und sehr anstrengenden HBW Saison mit 3 Spielen und 3 Siegen gingen wir ungeschlagen als HBW Meister in die Zwischenrunde…..

 

Es ist der 14. Oktober und nahezu sechzehn Paar hellbraune Timberland - Boots stehen eng beieinander am Parkplatz zwischen Bodensee und Clubhaus. Aus den Boots ragen blaue (!) Jogginghosen mit brav abgeklebten (!) BHP-Zeichen, das haben diesmal sogar alle geschafft. Bestimmt lag das an der würzigen Facebook - Nachricht unserer Mannschafts-Oma Lea.

Nach einem architektonischen Meisterwerk von Gudrun sind alle Köfferchen, Torwarttäschchen und Stickbags sicher verstaut. Und loooos geht’s!!! Am Start sind der legendäre blaue Partybus und die braune Variante aus Hamburg. Als Ziel wurde liebevoll „Düsseldorf“ ins Navigationssystem genagelt, das seit dem Besuch der Australier nur noch Englisch spricht. Nach den ersten Kurven macht sich der härteste Verlust bei dieser Autofahrt bemerkbar: Unser Stimmungs-Stöpsel Cécile. Die und drei andere Spielerinnen (Antje, Anissa und Lisa) haben wir an die ersten Damen nach Hamburg verliehen. Viel mehr noch als Cécile fehlt noch Céciles Musikrepertoire und somit wird es für eine sonst so sing- und tanzfreudige Mannschaft wie uns eine recht langweilige Autofahrt. Anne schläft sogar ein - in einer akrobatisch bewundernswerten Pose - aber sie schläft.

 

Als erstes stand ein kurzer Check des Mülheim-Platzes auf dem Plan. Es war zwar echt kalt, aber alle Beteiligten haben überlebt und das Fazit war glasklar: Sind die Gegner dieses Wochenende genauso schlecht wie der Mülheimer Platz, dürfte das gesamte Projekt kein Problem werden. Um allgemeinen Spannungsabfall zu vermeiden: die Gegner waren nicht so schlecht wie der Platz. Nach der Einheit aßen wir im Clubhaus.

 

Am Samstagmorgen freuten wir uns alle schon auf den Morgenlauf mit Cle. Cle hat sich bestimmt auch schon darauf gefreut. Alle wackelten brav durch den Düsseldorfer Morgen, um ein Stoppschild herum, eher wir Halt auf dem Lidl-Parkplatz machten und ein umfangreiches Dehnprogramm starteten.

Nach dem Frühstück gab es eine kleine Besprechung in London und dann- Abmarsch ins Nest der Uhlen! Als Motivations-DJ legte sich unser Jeremy-Pascal Après-Ski-Hits auf, die Stimmung war dementsprechend gut. Die richtige Motivation kam kurz vor Anpfiff vom besten Motivator überhaupt. Hier eine zensierte Zusammenfassung der Ansprache:

 

„Leute, *** **** ***** **** piep-pieeep-pieeeeeep ****“

 

Wie alle nun bemerkt haben, ist es unmöglich nach solch einer Ansprache unmotiviert zu sein. Unser Halbfinalgegner war die TG Frankenthal, mit gefühlten 50.000 Fans. Der MHC hat mit diesem Jahrgang noch nie gegen die Pfälzer verloren und die Statistik wurde auch heute nicht verändert. Nach einem- nennen wir es durchwachsen- Spiel gingen wir mit einem 3:1 vom grünen Teppich. Morgen steht also das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen Gastgeber Mülheim an, die gegen Flottbeck gewonnen haben. Beim gemeinsamen Mittagessen im hat Höppi verkündet, dass Cécile sich soeben in den Zug gesetzt hat, um uns morgen im Finale zu unterstützen. Nach allgemeiner Euphorie ging’s zurück ins Hotel und weiter zum Italiener. Dort waren die mannschaftsinternen Diskussionen, Debatten und Gespräche so tiefgründig, spannend und aufregend, dass fast niemand Zeit gefunden hat, auf sein Handy zu schauen. Alle Handys blieben in den Hosentaschen oder im Hotel, sogar die anderen Restaurant-Besucher machten uns darauf aufmerksam, dass sie noch nie so viele junge Leute ohne Handysucht auf einem Fleck gesehen hätten. Respekt Mädels, es geht ja doch!! J

Der Finaltag begann (wie kann es anders sein?!) mit einem Lidl-Dehn-und-Lauf-Programm vom Team Cle-Gudrun und einem gemeinsamen Frühstück.

Mit guter Musik trudelten wir in der Anlage der Uhlen ein. Das erste Spiel wurde ganz abgesagt, weil der Platz so eingefroren war! So viel zu den Wetterbedingungen, die ausschlaggebend für die Entscheidung war, heute mal mit weißen Leggings unterm Rock zu spielen.

Wie immer perfekt eingestimmt von Cle ging es ab ins Gemetzel. Auf der Anlage vom HTCU trugen außer der WJA auch noch die MJB und die Knaben A ihre Zwischenrunde aus. Dementsprechend voll war auch das Stadion, unsere treuen Fans klar in der Unterzahl. Trotzdem haben sie es geschafft, uns 70 Minuten lang zu motivieren und die Uhlen zu übertönen.

Das Spiel dauerte 27 Minuten ehe endlich das 1:0 für den MHC fiel. An manchen Stellen war der Platz immer noch so vereist, dass alle Spielerinnen des Öfteren volles Rohr auf den Boden gefetzt sind. In der 45 Minute fiel dann per kurze Ecke der Ausgleich und alles war wieder offen. Wir haben nie aufgehört zu kämpfen und wurden kurz vor Schluss mit dem 2:1 Siegestreffer durch die kluge Eva belohnt.

Die Freude war riesig, aber nur bei uns. Die Uhlen waren weniger begeistert. Gleich auf dem Platz begann die Siegesfeier und unter der Dusche ging sie weiter. Nach und nach wurden die Busse beladen und ab ging‘s zurück nach Mannheim. Schon am Abend fand jeder Spieler eine Mail mit dem Trainingsprogramm für die folgende Woche im Postfach, denn für die DEUTSCHE MEISTERSCHAFT will man ja schließlich top vorbereitet sein. Bald versammeln sich wieder 16 Paar Timberland-Boots am Parkplatz des MHCs und dann wird gerockt!!

 

 

Deutsche Meisterschaft 2011

Treffpunkt für den Höhepunkt der Saison war am Bahnhof. Der Gepäckberg war einfach unglaublich!! Tessi ist besonders stolz auf unsere zwei Ghettoblaster, doch leider musste der kleinere von beiden (Kohlhardt) wieder nach Hause fahren. Nachdem wir (das geilste Team) wie eine kleine Touristenattraktion auf weitere Anweisungen warteten, bemerkte Antje, dass unser Zug abgesagt wurde. Voll motiviert startete Martina mit Mr.P zum 20m Sprint ihres Lebens an den Infoschalter. Das Ergebnis: Wir durften in einem anderen Zug in der ersten Klasse fahren.

Nach längerer Prozedur war der Gepäckhaufen auf das Gleis geschifft. Dort bekamen wir (Team awesome) die überragenden Deutsche-Meisterschafts-T-shirts. Genaugenommen waren die T-shirts „über-bauch-ragend“. Liebe Grüße an Chris: Es ist zwar derbe nice, dass du uns Shirts besorgt hast, aber das nächste Mal denkst du beim Aussuchen der wundervollen Shirts, an die wjA-Hasen und nicht an die MäA-Kaninchen.

Zusammenfassung der Zugfahrt, über Hannover in Richtung Cle’s Ghetto [Zitat des Heimkommenden: „Wir können doch gleich am ersten Tag zum Hafen joggen, ich kenne den Weg…!?“ J ].
Anstatt wohlseufzend in der 1.Klasse zu sitzen, glich es eher einem „Camping-on-Bord“: Überall auf dem blauen Boden und auf sämtlichen Abteilen quetschten wir uns in die Sitze. Jeder lernte brav oder auch nicht brav für die Schule, die größte Ausdauer hatte hierbei Anissa, die sich erst bei der senkrechten Asymptote durch P(0/2) geschlagen geben musste.

Nach einer (für die Platzverhältnisse) zu langen Fahrt gab es eine kleine Völkerwanderung zu den Shuttlebussen, deren individuelle Lautsprecher-Lautstärke auf der Fahrt von den jeweiligen Shuttlebus-DJs ausgetestet wurden. Ziel war fürs erste der Hockeyplatz des UHCs (kurze Trainingseinheit und Essen) und fürs zweite das Hotel (Zimmer einrichten, Besprechung, schlafen).

Den nächsten Morgen begannen wir brav mit einem Morgenlauf, zum Hamburger Hafen. Zum benachbarten Hamburger Flughafen, um es genau zu nehmen. Obwohl es ziemlich kalt war, haben wir alle tapfer durchgehalten und uns sogar intensiv für das anstehende Halbfinale mit Gudrun die Finger gedehnt.

Die Lautstärke von unserem Ghettoblaster stieg ebenso wie die Spannung. Halbfinale um den Deutschen Meistertitel der WJA- Anschlag 14:30 Uhr, Gegner DHC Hannover.

Das Ziel war klippo-klar: SIEG!! Sieg gegen die Hannoveranerinnen die uns schon zwei Mal den blauen Wimpel geklaut haben. Top motiviert zwängten sich die Spieler in ihre bauchfreien „Team awesome“ Shirts, top motiviert fuchtelten Höppi und Cle mit den grünen und roten Tafelstiften auf der Taktiktafel herum, top motiviert beschrifteten Gudrun und Martina die Trinkflaschen mit Rückennummern und MEGA top motiviert installierte „Mister P.“ die Videokamera auf dem Videoturm. Bei so viel Motivation konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Obwohl wir in Hamburg spielen mussten (schönen Gruß an die Mädchen A), waren richtig richtig viele Fans am Start, die schon vor Spielbeginn fleißig auf ihre mitgebrachten Trommeln einhämmerten.

liveticker.PNGEs war ein Spiel voller harter Kämpfe im Mittelfeld mit anfangs wenigen Kreisszenen. Die kamen in der zweiten Halbzeit, als wir unseren 0:1 Rückstand -erfolgreich und hart gefeiert- in ein 4:1 änderten. BÄÄÄM da schaut Hannover aber dumm aus der Wäsche! Obwohl wir in der ganzen Saison (!) das aller-erste Mal in dieser Konstellation zusammen spielten, wurde den Zuschauern ein gutes Spiel geboten, bei dem sich nicht nur die Mannschaften gegenseitig, sondern auch die Trainer untereinander und die Trainer mit dem Schiri bekriegten. Nach Abpfiff war die Erleichterung riesengroß und das DHC-Trauma beendet.

 

 

 

 

   

Sonntag, 23. Oktober 2011
FINALTAG!!

 

Weil wahrscheinlich die wenigsten MHC-Live-Besitzer in einem WJA Endspiel um den Deutschen Meistertitel gestanden haben, lasst euch um Folgendes belehren: Ein Finaltag beginnt eigentlich wie alle anderen Tage mit einem Morgenlauf mit Cle und einem intensiven Fingerdehnen mit Gudrun. Natürlich gibt es auch ein ordentliches Frühstück mit wichtigen Infos der Eltern („nachher ist Finale!“) und einer detaillierten Videobesprechung, außerdem laute Musik und laute Gesänge. Heute waren die Gesänge besonders laut, denn Höppi hatte Geburtstag!! Tief in seinem Inneren hat er wohl gehofft, dass wir ihn nicht vor dem gesamten Hotelrestaurant mit den üblichen Geburtstagsliedern blamieren, aber auf so etwas verzichtet so ein begnadeter Mädchenchor natürlich nicht. Eigentlich kann niemand von uns singen. Wirklich niemand. Dafür können wir aber Hockey spielen…

 

Ein unvergesslicher Tag hat begonnen.

 

Wer das Spiel nicht gesehen hat, wird das Feeling, das ab 13:30 Uhr ausbrach, nicht nachfühlen können. Und weil das so ist, hat auch niemand aus der Mannschaft besonders Lust, solch ein Feeling in Worte zu fassen. Ein paar UHC-Jungs am Live-Ticker haben das gemacht, also lest die entscheidende Phase und „feelt“ J 

 

Uhlenhorster HC - Mannheimer HC
3 : 4 n.V.   (3:3,1:0)

 

 

Und dem Uhlenhorster HC zum Vize-Meistertitel!

 

 

Wir gratulieren dem Mannheimer HC zum deutschen Meisterschaftstitel !

68'

3:4

und dda ist das TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR für Mannheim! Ein guter Ball von Pieper in den Kreis, der Ball war eigentlich ungefährlich aber er ist doch drin! Gablac macht das Tor 1

 

 

Mannheim schlägt an

 

 

Das Stadion füllt sich

 

 

Beide schwören sich ein!

68'

 

Es geht hier auch in die Verlängerung !

67'

 

langer Schlenzball! Freischlag für MHC aber der Ball landet im TGoraus ! Gehts in die Verlängerung !

66'

 

Die letzten 2 Minuten laufen...

65'

 

Freischlag vor dem Kreis für UHC

65'

 

zeitstopp schiri und grüne Karte für Pieper! Ist das die Chance für UHC

64'

 

3 Minuten pure Spannung !

63'

 

Die letzten 5 Minuten brechen an... Kann hier ein Mannschaft noch was reissen?

 

.

.

 

Das Team 93+94 mit der Unterstützung der jeweils jüngeren Mannschaft, hat alle Deutsche-Meister-Titel am Feld abgeräumt, die man abräumen konnte!

Mädchen A, Weibliche Jugend B und seit heute auch noch bei der Weiblichen Jugend A.

Mit dem blauen Wimpel haben wir Höppi das bestmögliche Geburtstags-Geschenk gemacht.

Noch auf dem Platz begann nach Abpfiff eine Feier über UHC-Kabine, Deutsche Bahn und MHC-Clubhaus: alles so richtig mit frisch gebackenen Deutsche-Meister-Stimmen gefüllt. 
Der darauf folgende Stimmenschwund dauerte bis zu vier Tagen, das Dröhnen in den Ohren bis zu sechs Tagen und die Erinnerung bleibt hoffentlich noch ganz ganz lange!

 

Wir danken…

Céline für ihre tollen Après-Ski-Hits und die dazugehörigen Geschichten,

Gudrun für ihre heilenden Hände,

Tessi für ihr sensationelles Solo auf dem Tisch,

Antje fürs Feiern,

Kaddi für die gute Stimmung,
 

Anissa für die geilen Ansprachen im Kreis,

Eva für das Flechten der Frisuren,

Walai für die etwas andere Musik im Auto,

Lea dafür, dass sie so ist wie sie ist,

Cécile für die guten Mukke immer und überall,

Nadine für diese einmalige Stimme beim Feiern,

Alia für das Beschwichtigen der genervten Zugfahrer im Abteil,

Annika fürs Mitfiebern,

Hannah für die dann schwarzen Leggins im Gepäck,

Laura für die Organisation der T-shirts und den Spitznamen darauf,

Anne für die Verschönerung auf den Mannschaftsfotos,

Megan für den unverwechselbaren Schnitt ihres Rocks,

Lisa und Lina dafür, dass sie immer ein Tor weniger als der Gegner rein gelassen haben,

Cle für die unverwechselbaren Motivationsansagen

Martina für die Organisation der gesamten Saison

Mister P. für seine Doodle-Dateien,

Höppi fürs Coachen bis zum Titel

Und den Fans fürs mitreisen und unterstützen.  

 

DEUTSCHER MEISTER FELD 2011 – und ihr ??

                                                                                                                                                             EURE WJA